Post, EVN und Netz Niederösterreich starten in Mautern an der Donau ein Pilotprojekt zum bidirektionalen Laden von E-Fahrzeugen (Vehicle-to-Grid, V2G). Fünf E-Transporter der Marke Maxus werden dort an Wallboxen von ZAPe/PEET GmbH nicht nur geladen, sondern speisen bei Bedarf auch Strom ins öffentliche Netz zurück.
Gemeinsam mit der Photovoltaikanlage am Dach der Postbasis entsteht so ein gebündelter „fahrender Stromspeicher“: Überschüsse aus der PV-Anlage werden in den Batterien der Zustellfahrzeuge zwischengespeichert und können später – etwa abends oder am Wochenende – wieder ins Netz abgegeben werden. Für Österreich ist das Neuland, denn für bidirektionales Laden fehlen derzeit noch klare regulatorische Rahmenbedingungen.
Die Projektpartner nutzen den Test, um praktische Erfahrungen zu sammeln und zukünftige Standards für das Energiesystem zu entwickeln. Die Post sieht darin einen möglichen nächsten Schritt, ihre bereits mehr als 6.000 E‑Fahrzeuge, über 20 MWp Photovoltaikleistung und das dichte Ladenetz in ein dezentrales Speichersystem zu verwandeln – mit konkretem Mehrwert für die Energiewende. Ab etwa 2027 könnte bidirektionales Laden in Österreich breiter möglich werden und dazu beitragen, Netze zu entlasten, Lastspitzen zu kappen und den Eigenverbrauch von Solarstrom zu erhöhen.
Am Foto: Stefan Stallinger, EVN Vorstandsdirektor und Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter, Vorstand für Paket & Logistik, Österreichische Post AG. Foto © Österreichische Post

