Second-Life-Speicher für Wien
© Wien Energie/Max Kropitz

Batterien von E-Fahrzeugen haben nach ihrem Einsatz oft noch einen Großteil ihrer ursprünglichen Speicherkapazität. Für den mobilen Einsatz reicht diese Leistung nicht mehr aus, als stationäre Energiespeicher können die Batterien jedoch noch viele Jahre zuverlässig genutzt werden. Genau dieses Potenzial nutzt Wien Energie mit dem größten Second-Life-Batteriespeicher Österreichs: Rund 400 ausgemusterte E-Auto-Batterien speichern ab sofort Sonnenstrom der PV-Anlage Rosiwalgasse.

Mit dem wachsenden Anteil von Photovoltaik- und Windkraftanlagen steigt auch der Bedarf an leistungsfähigen Speichern. Denn erneuerbare Energie wird nicht immer genau dann erzeugt, wenn sie gebraucht wird. Second-Life-Batteriespeicher gleichen diese Schwankungen aus: Überschüssiger Strom wird gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist. Dadurch steigt die Versorgungssicherheit, Lastspitzen können abgefedert und das Stromnetz stabilisiert werden. Vor ihrem zweiten Einsatz werden sämtliche Batteriemodule umfassend geprüft, technisch bewertet und mit modernen Batterie-Management-Systemen ausgestattet. Dadurch erfüllen sie hohe Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Mit Österreichs größtem Second-Life-Batteriespeicher setzt Wien Energie ein sichtbares Zeichen dafür, dass nachhaltige Innovation und Versorgungssicherheit Hand in Hand gehen können. Das Projekt verbindet Ressourcenschonung mit moderner Energietechnologie und zeigt, wie aus gebrauchten E-Auto-Batterien ein wertvoller Baustein für die klimafreundliche Energieversorgung von morgen wird.

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